Donnerstag, 5. November 2020

Kinderarmut in der Coronakrise

In Armut aufwachsende Kinder leiden unter den Folgen der Corona-Krise besonders stark. Die Coronapandemie hat laut den UN 150 Millionen Kinder zusätzlich in die Armut gestürzt.  2,8 Millionen Kinder in Deutschland leben in Armut – das ist jedes fünfte Kind – so die aktuellen Zahlen der Bertelsmann Stiftung im Sommer 2020. Die Zahl der in Armut aufwachsenden Kinder steigt seit Jahren. 2015 waren es laut statistischem Bundesamt noch 2,5 Millionen Kinder (5. Armuts- und Reichtumsbericht der Bundesregierung 2017). 

Nach Angaben der EU-Statistikbehörde Eurostat waren 2018 rund 23 Millionen Kinder und Jugendliche unter 18 Jahren in der EU von Armut oder sozialer Ausgrenzung bedroht – das ist nahezu jedes vierte Kind. Allerdings variiert der Anteil zwischen den Staaten mitunter erheblich. In Deutschland waren es 17,3 Prozent aller Kinder. 

Es ist davon auszugehen, dass die Corona-Krise, die einhergehenden Veränderungen am Arbeitsmarkt und die zeitweiligen Schließungen öffentlicher Einrichtungen die Lebensbedingungen armer Kinder und deren Familien weiter verschlechtert haben. Aktuell sind in Österreich, dem drittreichsten Land der EU, 19% der Kinder und Jugendlichen bis 18 Jahre von Armut und Ausgrenzung betroffen. Das sind 303.000 Kinder, jedes 5. Kind in Österreich. Jedes einzelne Kind ist eines zu viel“, stellt der Präsident der Volkshilfe Ewald Sacher fest. Mehr als Dreiviertel aller Befragten (79 Prozent) gab im Sommer an, sich jetzt noch mehr Sorgen über die Zukunft zu machen. Über die Hälfte (55 Prozent) sorgen sich auch, dass ihre Kinder in der Schule nicht gut abschließen werden. Auf die Hälfte der befragten Familien (51 Prozent) hat sich die Corona-Krise finanziell negativ ausgewirkt. Auf die Frage, ob und wie sich die Emotionalität ihrer Kinder in der Corona-Krise verändert hat, gaben jeweils mehr als die Hälfte der Eltern an, dass ihre Kinder trauriger (74 Prozent), einsamer (57 Prozent) oder aggressiver (53 Prozent) waren als zuvor. 


Armut macht krank, schon bei den Einschulungsuntersuchungen werden Konzentrationsstörungen, Kopfschmerzen, motorische Schwierigkeiten festgestellt, die überproportional in armen Familien auftreten. Ein Viertel aller Berliner Kinder gilt als arm, in manchen Bezirken ist es sogar fast die Hälfte. Politik und Gesellschaft brauchen Druck um die Situation zu verändern.

Montag, 19. Oktober 2020

HelpCoin kämpft für Kinder - wir stellen uns vor.


Kinder für das Leben stark zu machen, ist eine grundlegende Voraussetzung, um den Nachwuchs zu schützen und für ein selbstbestimmtes Leben fit zu machen.

Kinderschutz geht uns alle an. Vernachlässigten oder misshandelten Kindern wirksam und recht-zeitig zu helfen, gehört nicht nur zum Schutzauftrag der zuständigen Behörden und Institutionen. Spektakuläre Fälle von körperlicher Kindesmisshandlung oder -vernachlässigung bewegen die Öffentlichkeit in besonderem Maße.

Sie weisen auf einen Handlungsbedarf hin, der sich sowohl auf die Familien, die beteiligten Organisationen als auch auf die Gesellschaft als Ganzes bezieht.

Die seelischen und körperlichen Schäden aller Formen der Kindesmisshandlung prägen diese jungen Menschen teilweise ein Leben lang. Suchtanfälligkeit und Gewaltbereitschaft sind nur zwei mögliche Folgen, die dazu führen können, dass sich der Bedrängnis - und Gewaltkreislauf von Generation zu Generation fortsetzt.

Auch bei der „HelpCoin“ hat ein Großteil der Mitarbeiter Kinder – vom Säugling bis ins Erwachsenenalter. Das Wissen um Misshandlung, Vernachlässigung und Pädophilie ist für jeden, aber insbesondere für Eltern, ein unerträglicher Gedanke. Hilfe bei diesen Themen ist meist nur mit Unterstützung von Psychologen, Jugendämtern, Frauenhäusern vor Ort zu leisten.